Ziel:
Die Episode soll verdeutlichen, dass langfristige kardiovaskuläre Gesundheit kein Zufall ist,
sondern aktiv gestaltet werden kann. Hörer sollen die zentralen, oft unsichtbaren Risikofaktoren für
Herzerkrankungen verstehen und erkennen, wie wichtig ein integrativer Präventionsansatz ist, der
neben körperlichen Werten auch die psychische Gesundheit und das Stressmanagement
berücksichtigt.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich über Jahrzehnte und werden maßgeblich durch fünf
Faktoren beeinflusst: Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte und hoher
Blutzucker- Ein erhöhter Blutdruck wird auch als "stiller Killer" bezeichnet, da er symptomlos die
kleinen Gefäße schädigt, was zu vaskulärer Demenz oder Nierenschäden führen kann. Hohes LDL-
Cholesterin fördert die Bildung von Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßwänden, was zu
Entzündungen und Arteriosklerose führt. Das Lipoprotein(a) ist ein genetischer Risikofaktor, der
einmalig bestimmt werden sollte. Auch die Psyche hat direkten Einfluss; chronischer Stress kann
sogar eine Stresskardiomyopathie auslösen, die einem Herzinfarkt ähnelt. Zur besseren
Risikobewertung dient der Calcium Score, eine CT-Untersuchung, die Verkalkungen an den
Herzkranzgefäßen misst
Beispiele für Aktivitäten:
• Morgens auf dem Rudergerät trainieren
• Regelmäßige Laufeinheiten in den Wochenplan integrieren
• Den eigenen Blutdruck regelmäßig messen oder messen lassen
• Die Blutfettwerte (Cholesterin, Lipoprotein(a)) und den Blutzucker ärztlich bestimmen lassen
Wissenschaftliche Studien:
Große weltweite Bevölkerungsdaten zeigen, dass 5 einfache Faktoren für fast 50% aller
kardiovaskulären Erkrankungen verantwortlich sind
Große Korrelationsstudien zeigen, dass ab einem oberen Blutdruckwert von 130 mmHg das
kardiovaskuläre Schädigungsrisiko deutlich ansteigt
Eine große Kohortenstudie mit 13.000 Patienten (MESA-Studie) zeigte, dass vor allem Patienten
mit einem Calcium Score über 100 von einer Statin-Therapie profitieren
Studien zur Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren zeigten keinen einheitlich nachgewiesenen
protektiven Effekt auf die Herz-Kreislauf-GesundheitTrainingsplan
Woche 1–4 (Block A — Aufbau Routine)
• 3x/Woche Rudergerät am Morgen
• 1x/Woche Laufeinheit
Woche 5–8
• 5x/Woche Rudergerät am Morgen
• 2x/Woche Laufeinheit)
Reflexionsaufgaben:
• Reflexionsaufgaben: Kenne ich meine persönlichen Werte für Blutdruck, Cholesterin und
Blutzucker?
• Wie gehe ich mit beruflichem und privatem Stress um und welchen Einfluss könnte dieser auf
meine Herzgesundheit haben?
• Entspricht mein gefühltes Fitnesslevel wirklich meinem biologischen Herzalter, oder könnten
unbemerkte Risiken vorliegen?
